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MAL- UND ARBEITSBUCH

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Dagny Holle-Lee!

„Migräne sichtbar machen“ ist ein künstlerisch-medizinisches Mal- und Arbeitsbuch für Menschen mit Migräne.

Es verbindet kreatives Gestalten, Reflexion und verständliche medizinische Informationen zu einem niedrigschwelligen Werkzeug für den Alltag mit chronischem Schmerz.

Das Buch bewegt sich zwischen Kunst, Wissenschaftskommunikation und Selbsthilfe. Es ist weder klassisches Ausmalbuch noch medizinischer Ratgeber, sondern ein offenes Format, das Betroffene dabei unterstützt, Migräne sichtbar zu machen und eigene Erfahrungen zu reflektieren.

Die Übungen reichen von einfachen Kritzeleien während leichter Attacken über visuelle Schmerzskalen bis hin zu Reflexions- und Lernformaten zu Neurobiologie, Triggern und Selbstfürsorge. Dabei geht es nicht um Leistung oder „richtiges“ Zeichnen, sondern um Wahrnehmung, Ausdruck und das Sichtbarmachen individueller Erfahrungen.

Entstanden ist ein Buch, das medizinisches Wissen mit künstlerischer Praxis verbindet und neue Möglichkeiten eröffnet, über Migräne zu sprechen – mit sich selbst, mit Angehörigen oder im medizinischen Kontext.

BLICK INS BUCH

Klicke auf die Bilder, um sie in voller Größe betrachten zu können. 

WAS IST DRIN?

Das Malbuch lädt ein, ohne Druck oder Erwartung mit den Händen aktiv zu werden – überall und jederzeit. Es geht nicht darum, schön auszumalen oder etwas Perfektes zu schaffen, sondern darum, ein Angebot anzunehmen, das im Moment passt.

Vergiss Perfektion: Hier dürfen Linien wackeln, Farben verlaufen, Seiten durchgestrichen oder überkritzelt werden. In der am Buchrücken befestigten Tasche hast Du Deine Stifte immer dabei – egal ob bunte Stifte, Bleistifte oder einen Kuli. Es zählt nur, etwas in der Hand zu haben, das repetitive Bewegungen erlaubt: Kreisen, Schraffieren, Ausfüllen. Manchmal sogar ohne hinzusehen, vom Sofa aus, während einer leichten Attacke – lass los und lenk den Fokus sanft woanders hin.

Jede Seite ist ein Vorschlag, den Du nutzen, ignorieren oder umfunktionieren kannst:

  • KRITZELN: Kritzeln bei Frust, repetitive Muster für Ruhe, Achtsamkeitsbilder oder einfach drauf los zeichnen.

  • REFLEXION: Finde Deine Migräne-Farben und -Formen, Schmerz visualisieren; notieren, was hilft oder stört.

  • LERNEN: Gehirn, Blutgefäße oder Neuronen ausmalen – visuell verinnerlichen, ohne Textflut.

  • VOR DEM TERMIN: Deine Schmerzskala, Deinen Schmerz sichtbar machen und Veränderungen festhalten.

  • GUTE SEITEN: Erfolge feiern, Gutes festhalten und positive Zitate visualisieren.

Nutze das Buch manchmal, immer oder gar nicht – probiere aus, was Dir guttut. Streiche blöde Sprüche durch, bereite Arztgespräche vor, mach Deine Migräne für andere sichtbar. Wenn Schmerzen die Angst wecken, „nicht zu können“: Fang klein an, mit einem Strich. Es ersetzt keine Behandlung, sondern schafft Raum für Entlastung, Verstehen und kleinen Widerstand. Das Buch bleibt Dein Begleiter – flexibel, unkompliziert, ohne Leistungsdruck.

WAS STECKT DAHINTER?

Kreative Tätigkeiten können die Schmerzwahrnehmung über verschiedene Mechanismen beeinflussen:

  • Ablenkung und Aufmerksamkeitslenkung: Wenn das Gehirn damit beschäftigt ist, Linien zu verfolgen, Farben zu wählen oder Muster zu wiederholen, richtet sich die Aufmerksamkeit zeitweise auf eine andere Tätigkeit. Der Schmerz verschwindet dadurch nicht, kann aber für einen Moment in den Hintergrund treten. Ein aktueller Übersichtsartikel zur Rolle visueller Kunsttherapie bei Migräne beschreibt Ablenkung, eine veränderte Wahrnehmung des Schmerzes und psychosoziale Entlastung als mögliche Wirkfaktoren. Die Autor:innen betonen zugleich, dass die Forschung speziell zu Migräne noch begrenzt ist (Smirnoff & Pham, 2024).

  • Regulation von Stress und Emotionen: Kunst kann helfen, Gefühle von Ohnmacht, Wut oder Überforderung in eine sichtbare Form zu bringen. Was sich vorher nur schwer greifen oder aussprechen ließ, bekommt Linien, Farben und Gestalt. Das kann dabei unterstützen, innere Anspannung wahrzunehmen und auszudrücken. Eine Übersichtsarbeit zu kunsttherapeutischen Verfahren bei chronischen Schmerzen berichtet bei der Mehrzahl der einbezogenen Studien über Verbesserungen von Schmerz, Stimmung, Stress und Lebensqualität – weist jedoch auch auf die unterschiedliche Qualität und Methodik der Studien hin (Raudenská et al., 2023; Barnett & Vasiu, 2024).

  • Visualisierung und Kommunikation: Den eigenen Schmerz zu malen, kann helfen, Erlebtes sichtbar und damit leichter besprechbar zu machen – besonders dann, wenn während einer Attacke die passenden Worte fehlen. Ein Bild kann als Ausgangspunkt für Gespräche mit Ärzt:innen oder Therapeut:innen dienen. Kunsttherapie wird in der Literatur ausdrücklich als nonverbale Ausdrucksform beschrieben, über die Gefühle, Wünsche und Erfahrungen gestaltet werden können (Barnett & Vasiu, 2024).  Des Weiteren können Visualisierungen der eigenen Schmerzen wertvolle Einblicke in die Gefühlswelt von von Schmerzerkrankungen Betroffenen geben und die Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patient:innen positiv beeinflussen (Philips et al., 2015; Ali et al., 2025).

  • Visualisierung und Lernen: Das Ausmalen von Gehirnstrukturen, Blutgefäßen oder möglichen Entstehungsprozessen kann medizinische Informationen anschaulicher machen. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Zusammenhänge möglicherweise leichter einordnen und mit dem eigenen Erleben verknüpfen. Für die konkrete Kombination aus Ausmalen und Migränewissen gibt es bislang jedoch nur begrenzte direkte Forschung. Die Lernfunktion des Buches ist daher als plausible pädagogische Möglichkeit und nicht als wissenschaftlich nachgewiesener Therapieeffekt zu verstehen. Allerdings haben Schmeck et al (2014) in einer Studie gezeigt, dass das Zeichnen von Bildern das Lernen von Schulkindern positiv unterstützen kann.

Einige Übungen in diesem Buch orientieren sich außerdem an Prinzipien des Biofeedbacks, das auch in der Behandlung von Migräne eingesetzt wird (Nestoriuc & Martin; 2007). Beim Biofeedback werden körperliche Signale – zum Beispiel Muskelspannung, Hauttemperatur oder Herzfrequenz – bewusst wahrgenommen und, soweit möglich, beeinflusst. Ziel ist es, die eigene Regulation zu unterstützen, etwa durch Ruhe, Atmung und Entspannung. Biofeedback wird auch in den aktuellen Leitlinien für Therapie und Prophylaxe bei Migräne als nichtmedikamentöser Ansatz empfohlen (Diener et al, 2025).

Das Ausmalen von Blutgefäßen, Gehirnstrukturen oder Schmerzlinien ist dabei kein Biofeedback im technischen Sinn, weil keine Körperparameter gemessen werden. Es kann jedoch als visuelle Übung genutzt werden, um Körperwahrnehmung, Atmung und Selbstbeobachtung zu unterstützen. Vielmehr greifen die Übungen einzelne Prinzipien auf: die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Verbindung von Empfindungen mit Bildern und die Fokussierung auf ruhige, wiederholte Bewegungen.

Indem Du zum Beispiel Blutgefäße, Gehirnstrukturen oder Schmerzlinien ausmalst, kannst Du ausprobieren,

  • Deinen Körper bewusster wahrzunehmen: Wie fühlt sich mein Kopf  gerade an?

  • innere Empfindungen mit äußeren Bildern, Farben und Formen zu verbinden,

  • Deine Atmung und Dein Bewegungstempo zu beobachten,

  • einen ruhigen, wiederholten Rhythmus zu finden, solange es sich angenehm und machbar anfühlt.

 

Das ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung und stellt kein Heilversprechen dar. Es kann aber wie ein kleiner, selbstbestimmter Übungsraum wirken – ein visuelles Notizbuch für den eigenen Kopf, in dem Wissen, Körperwahrnehmung und Gefühle Platz haben.

Literatur Ali SM, Elsayed S, Lee RR, et al. (2025) Clinical utility of digital pain drawings captured by people living with musculoskeletal pain conditions: a qualitative study. British Journal of Pain. 19(5):326-336. doi: https://doi.org/10.1177/20494637251343227. Barnett K. S. and Vasiu F. (2024) How the arts heal: a review of the neural mechanisms behind the therapeutic effects of creative arts on mental and physical health. Front. Behav. Neurosci. 18:1422361. doi: https://doi.org/10.3389/fnbeh.2024.1422361. Diener H.-C., Förderreuther S, Kropp P., Reuter U. et al. (2025) Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne, S1-Leitlinie, 2025, DGN und DMKG, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: www.dgn.org/leitlinien (abgerufen am 14.08.2026) Nestoriuc, Y. & Martin, A. (2007) Efficacy of biofeedback for migraine: A meta-analysis, Pain, Volume 128, Issues 1–2, Pages 111-127, doi: https://doi.org/10.1016/j.pain.2006.09.007. Phillips J, Ogden J, Copland C. (2015) Using drawings of pain-related images to understand the experience of chronic pain: A qualitative study. British Journal of Occupational Therapy. 78(7):404-411. doi: https://doi.org/10.1177/0308022614562791. Raudenská, J., Šteinerová, V., Vodičková, Š. et al. (2023). Arts Therapy and Its Implications in Chronic Pain Management: A Narrative Review. Pain Ther 12, 1309–1337. doi: https://doi.org/10.1007/s40122-023-00542-w. Schmeck, A.; Mayer, R.E., Opfermann, M.; Pfeiffer, V. & Leutner, D. (2014) Drawing pictures during learning from scientific text: testing the generative drawing effect and the prognostic drawing effect. Contemporary Educational Psychology, Volume 39, Issue 4, Pages 275-286, doi: https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2014.07.003. Smirnoff, L., Pham, K. A. (2024). Role for Visual Art Therapy in the Management of Migraine. Curr Pain Headache Rep 28, 189–194. doi: https://doi.org/10.1007/s11916-023-01207-1.

FAKTEN

Arbeitstitel:

Migräne sichtbar machen - ausmalen · reflektieren · verstehen

Ein Mal- und Arbeitsbuch für Menschen mit Migräne

 

Autorin: Dr. Andrea Geipel

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Dagny Holle-Lee

 

Kurzbeschreibung:

“Migräne sichtbar machen“ ist ein künstlerisch-medizinisches Mal- und Arbeitsbuch für Menschen mit Migräne. Es verbindet kreatives Gestalten, Reflexion und verständliche medizinische Informationen zu einem niedrigschwelligen Werkzeug für den Alltag mit chronischem Schmerz.

Das Buch ist kein klassisches Ausmalbuch und kein medizinischer Ratgeber, sondern ein hybrides Format zwischen Kunst, Wissenschaftskommunikation und Selbsthilfe. Es unterstützt Betroffene dabei, Migräne zu visualisieren, sich selbst besser zu verstehen und ihre Erfahrungen – auch im medizinischen Kontext – ausdrücken zu können.

 

Warum dieses Buch jetzt?

Migräne betrifft rund 15 % der Bevölkerung und ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit. Trotz neuer therapeutischer Entwicklungen erleben viele Betroffene weiterhin Stigmatisierung, Unverständnis und einen hohen Leidensdruck im Alltag. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach verständlicher Gesundheitsinformation, Selbstwirksamkeit und neuen Zugängen jenseits klassischer Ratgeberliteratur. Kreative, körpernahe Formate gewinnen insbesondere bei chronischen Erkrankungen an Bedeutung – sowohl zur emotionalen Entlastung als auch zur besseren Kommunikation mit medizinischen Fachpersonen. „Migräne sichtbar machen“ greift diesen Bedarf auf und übersetzt medizinisches Wissen in Bilder, Formen und kreative Handlungsmöglichkeiten.

Umfang & Ausstattung:

  • ca. 120–150 Seiten

  • Format ca. 22 × 20 cm

  • Arbeitsfreundliche Bindung (z. B. Spiral- oder Lay-flat-Bindung)

  • stabiles Papier (ca. 120 g/m²)

  • optionale Extras: herausnehmbare Karten

WO GIBT ES DAS?

Ich suche einen Verlag!

„Migräne sichtbar machen – ausmalen · reflektieren · verstehen“ ist derzeit noch nicht im Handel erhältlich.

Der Prototyp ist fertig – jetzt suche ich einen Verlag oder passenden Partner:innen, die das Buch gemeinsam mit mir auf den Weg bringen.

Du willst trotzdem schon mal reinschauen?

Das Buch kannst du noch bis September in der Ausstellung „Reizräume“ beim Waterkant Festival in Kiel anschauen.

Du hast Interesse am Buch?

Dann kannst du das Projekt schon jetzt unterstützen:

📩 Du hast einen Kontakt zu einem passenden Verlag, einer Stiftung oder einem anderen möglichen Partner? Ich freue mich sehr über Hinweise und Empfehlungen.

Schreib mir gerne über das Kontaktformular oder per Mail

💌 Du möchtest das Buch selbst gerne haben?
Dann schreib mir eine kurze Mail und signalisiere dein Interesse. Je mehr Menschen sich für das Buch interessieren, desto besser kann ich gegenüber Verlagen und möglichen Partnern zeigen, dass es einen Bedarf für dieses Format gibt.

Interesse am Buch bekunden.
Eine kurze Nachricht genügt – du gehst damit keine Verpflichtung ein.

Noch ist offen, wie und wann das Buch erscheinen wird –

aber die Geschichte geht weiter.

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