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Malbuch Blutgefäße

UNSICHTBARES SICHTBAR MACHEN

Ein künstlerischer Dialograum über Migräne

Wie lassen sich Erfahrungen sichtbar machen, für die oft die Worte fehlen?

„Unsichtbares sichtbar machen“ ist ein partizipatives Kunstprojekt mit dem Unviersitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel (UKSH) sowie mit Patientenvertretungen. Patient:innen und Fachpersonal entwickeln gemeinsam künstlerische Ausdrucksformen für schwer beschreibbare Erfahrungen mit Migräne. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kunst neue Räume für Kommunikation, Verständnis und gesellschaftliche Sichtbarkeit eröffnen kann.

Gefördert wird das Projekt von der European Culture and Health Platform, dem Healing Culture Network und humaQ.  

HINTERGRUND

Migräne betrifft etwa 15 % der Bevölkerung und gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Dennoch werden viele Aspekte der Erkrankung im Alltag und in medizinischen Gesprächen nur unzureichend sichtbar.

 

Migräne ist mehr als Schmerz. Sie umfasst Wahrnehmungsveränderungen, Erschöpfung, sensorische Überreizung und soziale Herausforderungen. Das Projekt untersucht, wie künstlerische Methoden dazu beitragen können, diese Erfahrungen sichtbar und besprechbar zu machen.

ABLAUF

Geplant ist eine mehrteilige Workshopreihe mit insgesamt acht Begegnungen im Zeitraum Herbst 2026 bis Januar 2027.

 

Unter der Anleitung von Dr. Andrea Geipel arbeiten Patient:innen und Fachpersonal gemeinsam an künstlerischen Ausdrucksformen für schwer beschreibbare Aspekte der Erkrankung. Ausgangspunkt sind niedrigschwellige Übungen zur Wahrnehmung und zum Austausch. Darauf aufbauend entstehen Malereien, Fotografien und Mixed-Media-Arbeiten, die Erfahrungen mit Migräne sichtbar machen. Im weiteren Verlauf werden aus den Arbeiten eine Ausstellung sowie Begleittexte entwickelt. Die Ausstellung wird in den Räumen des UKSH präsentiert und soll den Dialog zwischen Betroffenen, Fachpersonal und Besucher:innen weiterführen.


Die künstlerische Methode ist in diesem Projekt nicht bloß begleitendes Element, sondern das zentrale Medium der Verständigung. Gerade bei Migräne, wo Wahrnehmung, Belastung und Kommunikation oft auseinanderfallen, schafft Kunst einen Raum, in dem subjektive Erfahrung geteilt, verdichtet und in Beziehung gesetzt werden kann. Dadurch entstehen nicht nur Arbeiten, sondern auch neue Gesprächsräume und Formen des Verstehens.


Ziel des Projekts ist es, das Verständnis zwischen Patient:innen und Fachpersonal zu vertiefen und neue Kommunikationswege jenseits rein verbaler Gespräche zu erproben. Migräne soll nicht nur als medizinische Diagnose, sondern als vielschichtige Lebensrealität erfahrbar werden. Ziel des Projekts ist nicht die therapeutische Bearbeitung individueller Erkrankungser-fahrungen, sondern ein künstlerisch-partizipativer Austauschprozess, in dem persönliche Wahrnehmungen sichtbar und kollektiv erfahrbar gemacht werden.

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Übersicht Ablauf (Grafik: Andrea Geipel)

FORSCHUNGSFRAGEN

  • Welche Aspekte von Migräne werden durch Kunst sichtbar?

  • Wie verändert Kunst die Kommunikation über Migräne?

  • Kann Kunst zur Entstigmatisierung von Migräne beitragen?

  • Welche Rolle können kreative Dialogräume im Gesundheitswesen spielen?

PARTNER & FÖRDERER

Co-funded by the EU_BLACK.jpg
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