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in:visible
Projektart
Objekt | MRT-Aufnahmen | Doppelglasrahmen
Datum
April 2026
Größe
52 x 42 cm
Die Arbeit zeigt MRT-Aufnahmen des Gehirns der Künstlerin, eingefasst in einen goldenen Doppelglasrahmen. Auf den beiden Glasscheiben stehen sich die Worte „in“ und „visible“ gegenüber. Erst durch den Abstand zwischen den Scheiben entsteht das vollständige Wort „in:visible“.
Das Werk setzt sich mit der Unsichtbarkeit von Migräne auseinander. Obwohl moderne Bildgebung das Innere des Körpers sichtbar machen kann, bleibt die Erkrankung selbst auf den Aufnahmen unsichtbar. MRT-Bilder zeigen anatomische Strukturen – nicht jedoch Schmerz, Reizüberflutung oder Erschöpfung.
Der Zwischenraum zwischen den beiden Glasscheiben wird damit zum zentralen Bestandteil der Arbeit. Er steht für den Abstand zwischen medizinischer Sichtbarkeit und persönlicher Erfahrung, zwischen dem, was nachweisbar ist, und dem, was Betroffene täglich erleben.
Der goldene Rahmen verweist auf den hohen Stellenwert bildgebender Diagnostik in der Medizin. Gleichzeitig macht die Arbeit ihre Grenzen sichtbar. Nicht alles, was krank macht, lässt sich abbilden. Manche Erkrankungen existieren gerade in der Spannung zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit.
Die Arbeit verändert sich mit dem Blickwinkel. Beim Fotografieren wird entweder das Wort „in:visible“ oder die MRT-Aufnahme sichtbar – nie beides gleichzeitig. Das Werk entzieht sich einer eindeutigen Ansicht und verweist damit auf die Vielschichtigkeit einer Erkrankung, die sich ebenfalls nie vollständig erfassen lässt.








